Die Erneuerung alter Fugen im Bad ist eine lohnende Aufgabe, die ohne Spezialwerkzeug gelingt, wenn Sie systematisch vorgehen. Bevor Sie beginnen, sollten Sie die alten Fugenmasse gründlich entfernen, denn nur so haftet das neue Material dauerhaft. Verwenden Sie dafür einen Fugenkratzer mit scharfer, am besten dreieckiger Klinge und arbeiten Sie sich vorsichtig entlang der Fugenlinien vor. Halten Sie das Werkzeug in einem flachen Winkel von etwa 30 Grad zur Fliesenkante, um Kratzer im Glasur zu vermeiden. Bei hartnäckigen, ausgehärteten Resten hilft es, die Fuge kurz mit einem Föhn zu erwärmen oder einen speziellen Fugenfräser für die Bohrmaschine mit langsamer Drehzahl zu nutzen – aber üben Sie hier nur minimalen Druck aus. Stauben Sie die gereinigten Fugen anschließend gründlich mit einem Handfeger oder Staubsauger ab und wischen Sie die Fliesenränder mit einem leicht feuchten Tuch sauber, damit keine Staubpartikel die spätere Haftung stören. Nur wenn Sie wirklich alle losen und krümeligen Teile entfernt haben, wird das Ergebnis stabil und dicht, und Sie müssen das bad renovieren nicht schon nach kurzer Zeit erneut angehen.

Nach der gründlichen Vorbereitung tragen Sie die neue Fugenmasse auf, wobei die Wahl des Materials entscheidend ist. Für den Heimwerker empfehlen sich gebrauchsfertige, elastische Silikonfugen für Dehnungsfugen oder zementäre Fugenmasse in Pulverform für die Flächenfugen. Mischen Sie das Pulver exakt nach Anleitung an, bis eine homogene, klumpenfreie Paste entsteht, und lassen Sie sie kurz quellen. Füllen Sie die Masse dann in einen Fugenbeutel oder einen Spritzbeutel mit schmaler Düse, den Sie direkt in die Fuge einführen. Drücken Sie den Beutel gleichmäßig aus und ziehen Sie die Düse in einem Zug entlang der Fuge, sodass diese leicht überfüllt wird. Arbeiten Sie in Abschnitten von etwa einem Meter, um die Masse feucht zu halten. Anschließend ziehen Sie die überschüssige Masse mit einem Fugenglätt- oder einem speziellen Fugenholz ab, das Sie schräg über die Fliesenkanten führen. Wichtig ist, die Glättung sofort nach dem Auftragen durchzuführen, bevor die Masse abbindet, und dabei die Fugenränder sauber von Rückständen zu befreien. Wenn Sie hier zu zögern, wird das spätere Entfernen der getrockneten Reste zur Geduldsprobe und riskiert unschöne Kratzer auf den Fliesen.
Zum Abschluss folgt das Reinigen der Oberfläche sowie die Aushärtung, die Sie nicht beschleunigen sollten. Nach dem Glätten wischen Sie die Fliesen sofort mit einem großen, feuchten Schwamm ab, den Sie regelmäßig in klarem Wasser auswringen. Führen Sie den Schwamm in diagonalen, sanften Bewegungen über die Fugen, um die Glättung nachzuziehen und die Kanten zu säubern, ohne die frische Masse auszuwaschen. Lassen Sie den Schwamm nie zu nass sein, da sonst Wasser in die Fugen zieht und die Struktur schwächt. Wiederholen Sie das Abwaschen zwei- bis dreimal, bis ein feiner, matter Schleier auf den Fliesen verbleibt, den Sie nach dem Antrocknen mit einem trockenen Tuch abpolieren. Nun ist Geduld gefragt: Lassen Sie die Fugen je nach Herstellerangabe mindestens 24 Stunden unberührt und vermeiden Sie Feuchtigkeit, Duschspritzer und schwere Gegenstände in diesem Bereich. Nach dieser Zeit können Sie das bad renovieren abschließen, indem Sie die Fugen auf Risse prüfen und gegebenenfalls kleinere Stellen nachbessern, wobei Sie die gleiche Technik wie zuvor anwenden. https://nitiola.de/ die neuen Fugen danach regelmäßig mit einem milden Reiniger und trocknen Sie die Oberflächen ab, denn eine gut gepflegte Fuge hält viele Jahre und bewahrt Ihre Fliesen vor Feuchtigkeitsschäden – so bleibt Ihr Bad dauerhaft in einem gepflegten Zustand, ohne dass Sie eine aufwendige Kompletterneuerung planen müssen.